Nachhaltige Bewirtschaftung

Die nachhaltige Bewirtschaftung von Gebäuden liegt uns besonders am Herzen. Zu diesem Zweck bilden wir uns ständig fort und suchen nach Lösungen, die nicht nur nachhaltig, sondern auch wirtschaftlich vertretbar sind. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den Betriebskosten, die der Eigentümer am stärksten beeinflussen kann, nämlich Beheizung und Versorgung mit Strom, indem er zum Beispiel mit Geothermie oder Solarstrom arbeitet.

Wir setzen Schwerpunkte:
Bei uns werden Immobilien nicht nur „wegverwaltet“ sondern nachhaltig und konsequent bewirtschaftet.
Zu diesem Zweck überwachen wir nicht nur ständig den qualitativen wirtschaftlichen und baulichen Zustand der Immobilie, sondern verbessern konsequent und sukzessive die nachhaltige Bewirtschaftung.
Dazu gehört zunächst bei der Übernahme der Immobilie in unser Verwaltungsportfolio eine detaillierte und detailgenaue Erfassung des Ist-Zustandes des Objektes. Dieser Zustand wird akribisch in einem Übernahmeprotokoll dokumentiert und zwar mit allen erforderlichen Daten, Fakten, Mängeln und Zahlen.
Ausgehend von diesem Ist-Zustand erarbeiten wir in Kooperation mit dem Eigentümer einen Masterplan um eine nachhaltige und trotzdem ausgesprochen wirtschaftliche Entwicklung der Immobilie zu erreichen.
Dies geschieht in mehreren Schritten:

Zunächst werden die anfallenden Betriebskosten im Rahmen eines Benchmarkings auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft.
In aller Regel fallen in diesem Zusammenhang Kostenpositionen auf, die entweder nicht wirtschaftlich (ergo zu teuer) und/oder meistens auch nicht nachhaltig sind.

Für diese Positionen werden nachhaltige Produkte am Markt herangezogen und bei Bedarf und im Rahmen der jeweiligen Kündigungsfristen ausgetauscht.

Bei anfallenden Reparaturen aus Mängelbeseitigungen oder im Rahmen von Instandhaltungsarbeiten wird beim Ersatz von defekten Geräten / Materialien auf deren Nachhaltigkeit und Zertifizierung geachtet und diese bevorzugt verbaut.
Bei umfangreicheren Sanierungsarbeiten wird schon im Vorfeld der Planung dieser Arbeiten auf deren Nachhaltigkeit geachtet. Beim heutigen Stand der Technik kann hier eine computergestützte Simulation der anfallenden Arbeiten wertvolle Hilfe leisten. So können schon im Vorfeld Planungsfehler vermieden und teure Umplanungen oder Nachtragsaufträge vermieden werden.
Selbstverständlich muss dann abschließend auch auf die Einhaltung der festgelegten Standards im Rahmen der laufenden Bewirtschaftung geachtet werden. Hier können große Fehler gemacht werden. Die schönsten technischen Neuerungen nützen nichts, wenn durch Schlamperei oder Nachlässigkeiten von Wartungsfirmen oder Betreuern bestimmte Einstellungen wieder auf „Standard-Betrieb“ verstellt werden und so zB in Treppenhäusern die ganze Nach das Licht brennt, obwohl Bewegungsmelder und Sensoren vorhanden sind, die das Licht gezielt ansteuern könnten, nämlich nur im Bedarfsfall (Fall aus der Praxis!).
Dies ist nur ein grober Abriss unserer nachhaltigen Immobilien-Bewirtschaftung.
Tatsächlich muss jedes Objekt im Rahmen einer Einzelfallprüfung methodisch und analytisch geprüft und dementsprechend behandelt werden.
Zum Zwecke der nachhaltigen Bewirtschaftung von Immobilien arbeiten wir übrigens zusammen mit der Bundesvereinigung Nachhaltigkeit, der einzigen nationalen NGO in Europa mit einem erweiterten Ansatz von Nachhaltiger Entwicklung und dem Vgie (Verein zur Förderung der Nutzung der Geothermie und weiteren innovativen Energieformen e.V.).
In dieser Richtung bilden wir uns auch verstärkt fort.

Nach einer Statistik der BHW-Bausparkasse aus dem Septemberheft 2016 lassen sich viele Immobilieneigentümer zu lange Zeit mit fälligen Modernisierungen:

Im Einzelnen modernisieren Eigentümer:

– vor zwei Jahren oder weniger: 23%
– vor bis zu fünf Jahren 25%
– vor bis zu 10 Jahren 29%
– vor bis zu 20 Jahren 16%
– vor mehr als 20 Jahren 7%

Aus eigener Erfahrung können wir bestätigen, dass gerade in Berlin bei vielen Gebäuden ein erheblicher Instandhaltungsrückstau besteht.
Dies liegt zum einen an der großen Zahl von Mieterhaushalten (85% des Wohnungsbestandes) und oft auch an einer überalterten Nutzer bzw. Eigentümerstruktur.
Instandhaltungsrückstau lässt sich aber vermeiden, indem bei kluger Verwaltung rechtzeitig und nachhaltig Geld für Instandhaltungsmaßnahmen zurückgelegt wird.
Hier hilft die konsequente Einhaltung von Wirtschaftsplänen dabei, rechtzeitig ausreichende Mittel zur Verfügung zu stellen, damit diese im Bedarfsfalle abgerufen und eingesetzt werden können. So bleibt man auch als Eigentümer vor bösen Überraschungen und „Nachtragshaushalte“ gewahrt.